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Nicht sicher, wo Sie anfangen möchten?

IP Video in der Überwachungsbranche


Immer noch ist man allgemein recht vorsichtig, zumindest wenn man glaubt, was einige Branchenkenner hierzu ausfindig gemacht haben wollen. Es gibt einige Vorbehalte gegenüber IP Video, die sich in einigen Stichworten zusammenfassen lassen:

- Unzuverlässigkeit
- Hohe Preise
- neue, unbekannte Technologie
- Einstiegshürden
- Auseinandersetzung mit mehreren Entscheidern

Beleuchtet man die einzelnen Punkte, findet man aber schnell heraus: Oft liegt es nur am einzelnen Anbieter, Systemintegrator oder Errichter, der diese Vorbehalte geltend macht, weil er sich häufig genug noch gar nicht im Detail mit den Möglichkeiten und Chancen beschäftigt hat.

Gehen wir doch einfach mal die einzelnen Punkte durch!

- Unzuverlässigkeit
In den einzelnen Projekten, die bereits mit IP Video ausgestattet wurden, hat sich tatsächlich herausgestellt, dass einige Komponenten, z.B. die IP Kameras oder die verwendete Software oder das Betriebssystem, einige Probleme aufwarfen. Hier werden in Zukunft die Hersteller, aber auch das Fachwissen der Errichter und Integratoren vonnöten sein, um diese Probleme weitestgehend aus der Welt zu räumen. Lassen wir für den Moment diesen Punkt also noch ale berechtigt stehen.

- Hohe Preise
Preise spielen immer eine Rolle. Gerade wenn es um die Sicherheit geht, kann jeder Errichter ein Lied davon singen, dass es zunächst mal fast gar nichts kosten darf, die Anforderungen aber entsprechend hoch sind. Oft muss erst mal "etwas passieren", bis der Endkunde einsieht, dass man anfänglich am falschen Ende gespart hat. IP Kameras sind tatsächlich noch teuerer als ihre optisch vergleichbaren analogen Kollegen. Sie weisen aber im Vergleich mehr Möglichkeiten auf: Digitale Ein-/Ausgangskontakte, interne Bewegungserkennung, häufig auch Audioübertragung und Megapixelauflösung sind nicht zu unterschätzende Mehrwerte. Viele Hersteller bieten für ihre eigene Kamerareihe sogar kostenlose Software an. Damit ist man allerdings meist an den Hersteller gebunden.

- neue, unbekannte Technologie
Wir leben in der Zeit des Wandels, statt Briefen werden SMS geschrieben, statt Mensch ärgere dich nicht wird World of Warcraft gespielt. Wir alle werden uns diesen Veränderungen unterwerfen müssen, wollen wir weiter unser täglich Brot verdienen. Diesen Punkt lässt der Autor nun nicht so einfach gelten. Gefordert sind hier Errichter und Integratoren, ihre Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

- Einstiegshürden
Hier gilt prinzipiell das eben Gesagte. Einstiegshürden sind nur dort, wo man welche sieht bzw. welche hat. Hat man welche, muss man überprüfen, warum diese Hürden existieren und wie man sie aus dem Wege räumen kann. Klingt mit einem Satz sehr einfach, in der Praxis freilich wird man hierzu mehr tun müssen. Wie zuvor heißt auch hier das zauberwort Weiterbildung.

- Auseinandersetzung mit mehreren Entscheidern
Das wird in Zukunft eine generelle Herausforderung sein. Hier ist es nicht nur wichtig, mit den Entscheidern und Verantwortlichen zweier Branchen - physikalische Sicherheit und IT - zu sprechen, man wird diese auch verstehen und die jeweilige Fachsprache sprechen müssen. Hier liegt die große Herausforderung sicherlich auf der vertrieblichen Seite.

Willi Jost

05.12.2008. 13:48


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