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Nicht sicher, wo Sie anfangen möchten?

Videoanalyse - Endlich ist das Allheilmittel da!


Jaja, als solches wird es uns wenigstens in der Presse und auf Messen angeboten. Probleme mit Fehlalarmen? Mehr Geld verdienen mit Statistiken? Na klar, greifen Sie zu! Das geht wirklich, versprochen! Nur - leider nicht von ganz alleine.

Kamera montiert, Software aufgespielt, zwei, drei Einstellungen und fertig. Davon dürfen Sie auch weiterhin träumen. Im Projektgeschäft ist das leider noch die rühmliche Ausnahme - aber es gibt sie. Und das sollte uns den Weg weisen und Mut machen. Denn richtig angewandt hilft die Videoanalyse auf jeden Fall. Bis die Analyse aber so weit ist, quasi selbständig die Umgebung und ihre Einflüsse einzulernen, werden noch ein paar Hektoliter Wasser den Rhein runterfließen. Wer aber heute schon die Gelegenheit ergreift, sich auf ein, zwei Produkte spezialisiert und sich WIRKLICH damit auseinandersetzt - der hat beste Chancen schon heute seinem Kunden den echten Mehrwert zu bieten, den viele andere zu gerne versprechen. 

Die Videoanalyse ist da, sie funktioniert. Aber die Menschen, die sie in den jedesmal anders gearteteten Umständen - Umwelteinflüsse, Anforderung, Kamerapositionen usw usw -  richtig zu kalibrieren imstande sind, die sind erstaunlich rar gesät. Immer wieder hört man, dass der Hersteller selbst beim Endkunden aufschlägt, um einige Verbesserungen vorzunehmen. Ich staune dann immer wieder. Dieses Know-How ist bares Geld wert, denn wenn Sie Ihren Kunden mit einer sauber arbeitenden Videoanalyse ausgestattet haben, sind Ihnen Folgeaufträge so sicher wie das berühmte Amen in der Kirche. Haben Sie aber die Analyse bei Ihrem Kunden angepriesen nur damit Sie sie verkaufen können, war das sicherlich ihr vorläufig letztes Analyseprojekt. Möchten Sie das wirklich? Nö! Aber wie vermeidet man Bauchlandungen?

Das A und O ist das tägliche Handwerk mit der Software. Am besten schon vor dem eigentlichen Projektbeginn. Die allermeisten seriösen Anbieter von Videoanalyse - sei es hardware-, sei es softwarebasierend - bieten ihren Partnern auf jeden Fall Schulungen an. Je detaillierter, desto besser. Leider häufig auch nicht kostenlos.

Je mehr Sie mit dem oder den Produkten ihrer Wahl arbeiten, desto eher lernen Sie die Eigenheiten kennen. Welchen Einfluss hat die Auswahl eines bestimmten Algorithmus, welchen Einfluss hat das ein/ausschalten der Funktion A1? All das kann in Handbüchern nur rudimentär erläutert werden, denn unglücklicherweise lässt die Videoanalyse viel mehr Interpretatsionsspielraum als z.B. Kameratechnik.

Eine Kamera ist beschreibbar durch physikalische Gegebenheiten. Ihre Funktionen sind beschreibbar ebenso wie ihre Menüstruktur. Prinzipiell kann auch jede Videoanalysesoftware ihre Menüs und ihre Funktionen beschreiben. Die Auswirkungen jedoch können im Extremfall in jedem Projekt ganz andere sein. Wer davor keine Angst hat, der kann sich nach wie vor einen guten Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Willi Jost

02.07.2009. 19:05


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